Thie-Bote Nr. 1, März 1998
Nr. 1 erschien im März 1998 mit 24 Seiten. Sie bringt unter anderem den Beitrag „Die alte Schule in Roringen“ von Jutta Ronnenberg, den persönlichen Bericht des ersten Vorsitzenden zum Heimatverein und zum Backhaus, Berichte über die Heimatstube und 20 Jahre Bücherei, Beiträge zu Bolzplatz und RoRoMo, die Chronik mit „Geschichte eines Brandes“, den Bau des Schlauchturms und das Schatzkästchen Kirchhofsmauer, sowie Siegfried Ritzkowskis „Roringen in Zahlen“. Am Ende stehen Jahresbericht, Vorstand, Einladung zur Jahreshauptversammlung und eine Liste von Büchern und Artikeln über Roringen.
Zur ersten Seite24 Seiten, herausgegeben vom Roringer Heimatverein. Hier lässt sich das Heft Seite für Seite lesen: Ein Tippen auf eine Seite vergrößert sie, darunter steht ihr Text zum Aufklappen.
Seiten
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IHIE-BOTE
Nachrichten und Berichte des Roringer Heimatvereins e.V.
[Roringen Nr. 1 März 1998 |
Die alte Schule in Roringen
Schule Opferbach 6 im Jahre 1919 /1920
Einen Schulbetrieb in Roringen erwähnte Pastor die Schule im Opferbach bestanden hat. Im Jahre Christian. Meyer schon im Jahre 1640 in einem 1873 wurden, wie uns der Lehrer Burdorf (1848- Beschwerdeschreiben an die Kirchenbehörde. Ein 1888 Lehrer in Roringen) in der Schulchronik Schulhaus auf dem Grundstück Opferbach 6 wur- berichtet, das Schulhaus und die Nebengebäude de im Jahre 1764 errichtet. Darım kann man mit abgerissen. Unter dem 23. Juni 1873 heißt es dort Gewißheit sagen, daß seit mehr als 200 Jahren wörtlich:
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THIEBOTE Nr. 1/ März 1998
INHALTSVERZEICHNIS
Titelseite J. Ronnenberg, J.: Die alte Schule in Roringen
Inhaltsverzeichnis+ Impressum + Editorial
Berichte aus dem Verein
W. Massow: Das ist der Heimatverein für mich!
S. Ritzkowski: Konzert der ‚Stimmgabel“
J. Ronnenberg, M. Rosenplänter: Die Heimatstube
J. Ronneberg, M. Rosenplänter: 20 Jahre Bücherei
J. Ronnenberg, M. Rosenplänter: Einweihung der Heimatstube
M. Schmole: Bolzplatz für Roringen
R. Gottschalk: RoRoMo
R. Paul Der Heimatverein
Roringer Chronik J. Ronnenberg: Geschichte eines Brandes M. Rosenplänter: Der Bau des Schlauch-Turmes
Freiraum S. Ritzkowski: Schatzkästchen Kirchhofsmauer
Menschen in Roringen
S. Ritzkowski: Dr. Hans Wille (1926-1998)
G. Watenpfuhl: Erzieherinnen, Kindergartenkinder und Eltern nehmen Abschied.
Elternvertretung des Roringer Kindergartens
Roringen aktuell
D. Hünefeld: Der Schulbus
S. Ritzkowski: Das Gesicht des Ortes
S. Ritzkowski: Roringen in Zahlen
G. Ernst: Förderverein der Grundschule Herberhausen e.V.
Klönschnack J. Ronnenberg, H. Meyer: Der Schweineritt Mathe und Rechtschreibung im Wandel der Zeit
Vereinsnachrichten
Aus der Satzung
R. Paul: Der Roringer Heimatverein im Jahre 1997 Der Vorstand des Heimatvereins
Einladung zur Jahreshauptversammlung
Zum Lesen Bücher und Artikel über Roringen
IMPRESSUM
Herausgeber:
Roringer Heimatverein e.V. 1. Vors.: W. Massow, Venusring 1 2. Vors.: M. Rosenplänter, Opferbach 22 37077 Göttingen (OT Roringen)
Beiträge Dr. G. Emst, R. Gottschalk, Dr. D. Hünefeld, H. Meyer, W. Massow, H. Meyer, R. Paul, Dr. S. Ritzkowski, J. Ronnenberg, M. Rosenplänter, Dr. M. Schmole, G. Watenpfuhl.
INHALTSVERZEICHNIS + IMPRESSUM + EDITORIAL
Zur ersten Ausgabe
Ein Jahresbericht eines Vereins blickt zurück auf das vergangene Jahr. Er ruft die Ereignisse oder Veranstaltungen in Erinnerung und hält sie zugleich fest. Er geht auch weiter in die Vergangenheit zurück, denn eines der Ziele des Heimatvereins ist es, die Geschichte des Ortes zu erschließen. Indem wir Sie an den Vorarbeiten teilhaben lassen, erhoffen wir uns zugleich Ihre Hilfe mit Kritik, durch Hinweise oder Mitwirkung.
Wir haben den Nachrichten und Berichten einen Namen gegeben: „Thie-Bote“. Am Thie von Roringen liegt die Heimatstube, in der wir uns treffen. Der Thie war früher ein zentraler Ort des Gesprächs, der Kommunikation. Der Thie-Bote enthält deshalb auch aktuelle Informationen über das Dorf. Sein Umfeld, der Boden, die Pflanzen und Tiere, das Wasser oder die Luft - alles dies gehört zu einem Ort wie seine Häuser, seine Menschen und seine Geschichte.
Wır haben den Nachrichten eine Nummer gegeben: Nr. 1 (1998), weil wir hoffen, daß wir im Laufe der Zeit weitere Ausgaben veröffentlichen können. Unsere Empfehlung: werfen Sie das Heft nicht weg, heben Sie es auf. Und wenn sich andere für unsere Nachrichten und Berichte interessieren, bitte, lassen Sie es uns wissen.
Ein Redaktionsteam lebt von dem Widerhall, den seine Arbeit findet. Sparen Sie also nicht mit Kritik, aber auch nicht mit Lob, wenn es was zu loben oder zu kritisieren gibt. Jede
Anregung ist uns willkommen. Das
Redaktionsteam
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CHRONIK
Fortsetzung: Die alte Schule
„Heute wurde angefangen, das alte Schulhaus abzubrechen, nachdem die Kinder ein letztes mal im alten Lehrzimmer sich versammelt hatten und nach gehaltener Ansprache dasselbe auf immer verlassen! Herr, laß es wohl-gelingen! Amen!“
Man nahm den mühevollen Abriß der Gebäude und den beschwerlichen Transport des reichlich anfallenden Abraums mit Fuhrwerken in Kauf. Auf dem Hofe der Ludolf Behrend’schen Erben (heute: Else Rosenplänter, Langestrasse) fand Lehrer Burgdorf Unterkunft. Auch der Unterricht wurde hier ein Jahr lang behelfsmäßig gehalten.
Ein Neubau wurde an der Stelle des alten Schulgebäudes begonnen. Trotz härtester Arbeitsbedingungen auf ihren Äckern leisteten die Dorfbewohner in großem Umfange Hand- und Spanndienste. Darüberhinaus wurden der ohnehin armen Bevölkerung noch Spenden abverlangt, wie verläßlich überliefert ist. Unsere Vorfahren wollten ihre Schule dort behalten, wo der Platz gut war, nämlich im Mittelpunkt des Dorfes. Der Herr ließ es wohl gelingen; es wurde eine schöne Schule und der Stolz unseres Dorfes, ortstypisches Fachwerk mit Backstein ausgemauert. Durch den Neubau und die besseren Räumlichkeiten erhofften sich die Eltern einen Rückgang der ständig grassierenden Kinderkrankheiten, denen jährlich einige Kinder erlagen.
Bei dem Umbau im Jahre 1908 wurden zwei nach Süden gelegene Fenster herausgenommen und an der Ostseite angebracht. Der Lichteinfall war so günstiger als zuvor. Ab Ostern 1908 besuchten 76 Schulkinder die Schule! Im Jahre 1930 wurde das Schulgebäude mit Brettern eingeschalt und erhielt sein heutiges Aussehen.
Die Wirtschaftgebäude der Schule, nämlich Stallungen, Scheune, Keller, Rauchkammer und Backhaus reichten aus, um Ackerertrag und Vieh aufzunehmen, mit dem die Lehrerfamilie ihren Lebensunterhalt deckte. Diese Selbstversorgung war besonders in den Kriegs- und nachfolgenden Notzeiten von großem Nutzen.
Im Kopf eines Zeugnisses aus dem Jahre 1947 finden wir die Bezeichnung „Akademieschule Roringen“. Durch den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieges wuchs die Zahl der Schulkinder. Ein zweiter Klassenraum wurde dringend benötigt. Das ehemalige Spritzenhauses auf dem Thie, die heutige Bücherei, wurde umgebaut und 1949 als Schulraum für die Unterstufe in Betrieb genommen.
Als die Oberstufe im Jahre 1964 nach Waake umsiedelte, kehrte die Unterstufe wieder zurück in die alte Schule im Opferbach 6. Die letzte amtierende Lehrerin war Frau Hammerstein, die auch die Lehrerwohnung innehatte. Im Jahre 1971 ging die Roringer Unterstufe mit ihrer Lehrerin nach Herberhausen. Das war das Ende der Roringer Schultradition.
Nun wurde die Lehrerwohnung zur Küsterwohnung. Die Räume der alten Schule erfüllte weiterhin reges Kindertreiben: Der Spielkreis Max und Moritz fand für geraume Zeit hier seine Wirkungsstätte. Eine Krabbelgruppe nutzt jetzt noch den alten Klassenraum. Sitzungen und Treffen der Kirchengemeinde finden hier statt und neuerdings auch die Winterkirche.
Während die kleine, gepflegte Bücherei unser Auge erfreut, fällt mancher wehmutsvolle Blick auf das vernachlässigte Schulgebäude, in dem doch so vielen Kindern der vergangenen Generationen das Rüstzeug fürs Leben gegeben
wurde, Jutta Ronnenberg
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THIEBOTE Nr. 1 / März 1998
BERICHTE
Das ist der Heimatverein für mich!
Werner Massow, 1. Vorsitzender
Zur Jahreshauptversammlung möchte ich diesmal einen sehr persönlichen Bericht abgeben, da ich nicht wieder für das Amt des Vorsitzenden kandidiere.
Im Jahre 1993 haben 26 Personen aus Roringen den Heimatverein gegründet. Zunächst stand die Erhaltung des Pfarr-Backhauses im Mittelpunkt der Aktivitäten. Als sich dies nicht realisieren ließ, setzen wir uns für die Wiedererrichtung des Gebäudes ein. Warum steht das Backhaus noch nicht wieder? Hat der Verein zu wenig Lebenskraft? Nein, daran hat es nicht gelegen! Gescheitert ist die Wiedererrichtung bisher nur an der Standortfrage. Von Anfang an kam als Standort nur ein kirchliches Grundstück in Frage. Gedacht war an den unteren Pfarrgarten. Doch der Kirchenvorstand konnte sich bisher nicht zu einem klaren Votum entschließen; er war durch die Gemeindehausfrage zu sehr beschäftigt.
Inzwischen habe ich genauer nach den Bedenken gefragt. Ich erhielt zur Antwort: „Was ist, wenn der Heimatverein zusammenbricht? Dann haben wir auch noch ein Backhaus am Halse. Wir haben doch schon genug Sorgen mit dem vorhandenen Gebäudebestand.“ Dazu läßt sich sagen: Die Architektenpläne für die Wiedererrichtung des historischen Backhauses liegen vor. Ein Ausbildungsprojekt stand bereit, um mit alter Handwerkskunst das Gebäude in Eichenfachwerk wiederzuerrichten, ohne daß Arbeitskosten anfielen. Aus Dorferneuerungsmitteln und anderen Quellen standen Mittel bereit. Doch ließ sich die Grundstücksfrage mit dem Kirchenvorstand bisher nicht klären.
Dabei wollte der Heimatverein das Gebäude nicht für sich schaffen, sondern er wollte und will weiterhin das historische Pfarrbackhaus wiedererrichten, um das gemeinschaftliche Leben im Dorf zu bereichern. Auch wäre in Roringen ein zusätzlicher, rustikaler Raum mit Backofen dorfgemeinschaftsfördernd. Hier könnten sich Gruppen von 10-15 Personen zu gemütlichen Feiern treffen; es könnte Brot und Kuchen gebacken werden. Auch für die Konfirmanden,
den Kindergottesdienst und für andere Gruppen könnten sich neue Möglichkeiten ergeben. Die Kindergartenkinder und die Grundschulkinder könnten .....
Ich gebe zu, daß ich enttäuscht bin, daß all dies bisher an der Grundstücksfrage gescheitert ist. Dahinter steckt aber auch ein mißtrauisches Denken gegen neue Initiativen. Es hat mich und andere verletzt, daß wir uns in unserer Kirchengemeinde nicht entfalten konnten. Noch sind die Möglichkeiten für den Bau des Backhauses gegeben. Gibt es eigentlich etwas Verbindenderes als gemeinsam sein Brot backen zu können?
Nach so viel nachdenklichen Worten auch etwas Erfreuliches: Der Heimatverein konnte pünktlich zum 20. Jubiläum der Roringer Bücherei einen kleinen Raum ausbauen. Er wird inzwischen von vielen Müttern und von verschiedenen Gruppen genutzt. Gut so. So soll es sein!
Noch ein Wort zur Büchereileiterin Angelika Hagedorn. Zwanzig Jahre ehrenamtliche Arbeit und dazu noch so erfolgreich - das ist einfach toll! Roringen kann stolz sein auf Angelika Hagedorn, aber auch auf die vielen, die in Vorständen, in Gruppen, im Kindergarten- oder Schulelternbeirat und Gemeinschaftsarbeiten immer wieder Identität und heimatliche Gefühle neu schaffen. Ihnen allen sei gedankt! Sie machen das Leben in Roringen schöner.
Natürlich freue ich mich auch darüber, daß der Bolzplatz in diesem Jahr eingeweiht werden kann. Warum, betreibt der Heimatverein eigentlich einen Bolzplatz? Soll jetzt eine Fußballsparte aufgemacht werden? Mitnichten! Das macht der TV schon bestens. Ein Bolzplatz diesseits der B 27 kommt dem Wunsch von vielen Kindern und Eltern entgegeben. Es besteht einfach praktischer Bedarf.
So sind wir auch zur Einführung der Kinderkarnevalsfeiern gekommen. Roringer Kinder liefen nach den Schulfeiern nachmittags kostümiert durch den Ort und wußten nicht so recht, etwas
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THIEBOTE Nr. 1 / März 1998
BERICHTE
mit dem Rest des fröhlich gestimmten Tages anzufangen. Inzwischen hat der Roringer Rosenmontag - ROROMO - schon eine kleine Tradition.
Natürlich liegt uns als Heimatverein auch die Dorfkultur am Herzen. Im letzten Jahr haben wir zu ersten Mal ein Konzert mit dem Chor „Die Stimmgabel“ veranstaltet. Unsere Heimatabende sollen die Erinnerung an das Dorfleben zu früherer Zeit in Erinnerung halten und Neubürger mit der Tradition des Dorfes vertraut machen.
Roringer Warte
Ist der Heimatverein eigentlich ein Verein für Alt- oder für Neubürger? Ich meine - für beide! Ich muß gestehen, daß ich mit dem Begriff „Heimat“ anfangs so meine Schwierigkeiten hatte. Was ist das eigentlich - die Heimat?
Vor wenigen Wochen feierte unser Ortsbürgermeister Albert Bornemann seinen 60. Geburtstag. Für ihn, der immer hier gelebt hat, ist klar: seine Heimat ist Roringen. Aber auch er als „Ureinwohner“, mit Roringer Vorfahren bis ins Mittelalter, muß sich damit auseinandersetzen,
daß nicht mehr alles so ist wie früher. Es sind neue Menschen gekommen, mit zum Teil fremden Ideen.
Und wie geht es einem Neubürger? Auch für ihn ist es zunächst nicht einfach, als Fremder in der neuen Heimat zu leben. Die zweite Heimat will wohl erworben sein. Am besten durch Aktivitäen in der Dorfgemeinschaft. Hier liegen große Chancen für Alt- und Neubürger.
Wichtig für den Heimatverein ist natürlich die Sicherung der Dorfgeschichte und die Erinnerung der älteren Einwohner. Hier sind wir weiter aktiv und noch viele können aktiv mittun. So leicht entsteht keine Chronik.
Aus welchem Grunde sollte man im Heimatverein Mitglied werden? Um aktiv oder passiv zu fördern, damit sich noch mehr Menschen in Roringen wohler fühlen, beheimatet werden oder bleiben. Dies schließt selbstverständlich unsere ausländischen Mitbürger ein.
Zum Schluß möchte ich noch meine Gründe nennen, warum ich nicht wieder für das Amt des Vorsitzenden kandidiere. Ich berate beruflich die Mitarbeitervertretungen im Bereich der Landeskirche Hannovers, die große Teile Niedersachsens umfaßt. Da auch in der Kirche finanzielle Probleme entstanden sind, bin ich immer mehr zu Beratungen vor Ort unterwegs. Damit meine Familie nicht zu kurz kommt, möchte ich meine ehrenamtlichen Tätigkeiten einschränken. Allerdings werde ich dem Heimatverein nicht den Rücken zukehren. Wenn die Mitglieder es wollen, würde ich gern als Beisitzer im erweiterten Vorstand mitarbeiten. Im Übrigen lebt der Verein ja auch vom Wechsel im Vorsitz, der immer mit neuen Ideen verbunden ist.
Eines ist sicher: Der Heimatverein hat inzwischen ein gesichertes Fundament. Wir laden Sie ein, sich im Heimatverein zum Wohle des Dorfes zu betätigen.
Ich danke allen Mitgliedern und dem Vorstand für das entgegengebrachte Vertrauen, die konstruktive Unterstützung und für die wirklich schöne Zusammenarbeit.
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Konzert der „Stimmgabel“
Dem Valenstinstag, dem 14. Februar 1997, sahen wir mit Hoffen und Bangen entgegen. Wir hatten die „Stimmgabel“, den bekannten Männerchor aus Groß-Schneen, zu einem Konzert im Dorfgemeinschaftshaus engagiert. Würden die Bürger und Bürgerinnen des Ortes an diesem musikalischen Blütenreigen durch fünf Jahrhunderte Interesse und Freude finden, fragten wir uns. Alle Stühle waren aufgestellt, die Bar wohl gerüstet.
Und sie kamen - etwa 140 Besucher wurden gezählt - und lauschten mit Aufmerksamkeit und Erheiterung den schwungvoll oder gefühlvoll und mit hoher Perfektion vorgetragenen alten Schlagern wie „Wochenend und Sonnenschein“, „Bel amı“, „In der Bar zum Krokodil“, „jch brech' die Herzen der stolzesten Frau'n“ oder „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder den Liedern vom amerikanischen Kontinent „Moon River“, „Maria“ (aus West Side Story), „Over the Rainbow“ oder „Sentimental Journey“.
Glenn Walbaum, der Leiter, verstand es, mit kurzen, humorvollen Einleitungen den Kontakt zwischen Hörern und Sängern zu verdichten. Unbeabsichtigte Heiterkeit rief das Lied „Das Fräulein Gerda“ hervor.
Trotz der großen Schwierigkeiten - bedingt durch die niedrige Raumhöhe und das volle Haus - kam die Musik bis in die letzte Reihe an. Das Konzert, das erste seiner Art in Roringen, wurde mit großem Applaus bedacht und viele wünschten sich, daß in Zukunft weitere folgten. Siegfried Ritzkowski
Die Heimatstube
Am 13. September 1977 wurde in Roringen die Bücherei als Zeigstelle der Stadtbibliothek eröffnet. Das Haus am Thie hatte zuvor als Schule, davor als Spritzenhaus gedient. Nun zog die Bü-
cherei in den großen Raum.
BERICHTE
"Musikalischer Blütenreigen' |
Konzert am Valentinstag Freitag, 14. Bebruar, 20 Uhr Roringer Dorfgemeinschaftshaus
Sentimental Journey
Lieder & Songs . aus fünf Jahrhunderten
immgabel
E Gmß-Schneen -] Lie Glenn Walbaurm
Veranstalter: Roringer Hejmatverein e.V. Abendkasse: ıı DM, Kinder und Jugendliche 7 DM
Vorverkauf. 10 DM, Kinder und Jugendliche 6DM vorverkaufsstelle: Sparkasse Roringen
Im kleinen Nebenraum jedoch, der im Boden und an den Wänden deutliche Spuren von Feuchtigkeit zeigte, stand zu dieser Zeit ein großer Öltank. Es lag auch jede Menge Scheitholz aus den Zeiten der Heizerei mit Holz da. Der Dachboden war ebenfalls voll von Holz und anderem Gerümpel. Frau Angelika Hagedorn, die Leiterin
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BERICHTE
der Bücherei, konnte die Feuerwehr bewegen, im Rahmen einer Übung eine Entrümpelung vorzunehmen. Bei der Verlegung von Ferngas wurde auch die Bücherei samt Nebenraum an das Leitungsnetz angeschlossen. Ein Frostwächter schützte vor dem Einfrieren der Wasserleitung.
Auf Initiative von Frau Hagedorn wurde in Zusammenwirken mit Ortsbürgermeister Bornemann der Öltank demontiert. Bei der Sanierung der Bücherei im Herbst 1992 bekam auch der Nebenraum, der deutliche Schäden an Fußboden und Wänden zeigte, einen stabilen Fußboden.
Thieplatz mit Bücherei, etwa 1952
Bei schönem Wetter konnte die Tür zum Thieplatz geöffnet bleiben. Alte Tische und Stühle erlaubten den jungen Müttern ein gemütliches Schwätzchen, während ihre Kinder sich in die Bücher vertieften.
Frau Hagedorn versuchte in vielen Anläufen, für eine weitergehende Sanierung des Nebenraumes zu werben. Sie fand bei dem Vorstand des Roringer Heimatvereins offene Ohren. Die Realgemeinde, in dessen Eigentum sich das Thiehaus befindet, stimmte dem Vorhaben zu.
Im Oktober 1995 konnte mit den Arbeiten begonnen werden. Als erstes erfolgte ein Durchbruch vom Flur zum Nebenraum, denn bislang konnte der Raum nur vom Thieplatz her betreten werden. Der Höhenunterschied wurde durch zwei Stufen überbrückt. Das Waschbecken wurde in den Flur versetzt, Leitungen wurden ver-
legt, die Wände verputzt, vertäfelt und gestrichen, Fenster, Türe und Rohre gestrichen, ein Lichtschalter erneuert. Und nachdem der Fußboden einen Filzbelag bekommen hatte, sah der Raum schon recht freundlich aus.
Als Frau Hagedorn am 16. September 1997 das 20jährige Bestehen der Bücherei feierte, war auch ein schöner Einbauschrank, der die Rohrleitungen verdeckte und Stühle und anderes Gerät aufnehmen konnte, fertiggestellt, Gardinen hingen an Fenster und Tür und eine Hängelampe gab ein gemütliches Licht. Für Frau Angelika Hagedorn hatte sich ein langgehegter Wunsch erfüllt und der Heimatverein war stolz, daß es nun einen zusätzlichen Raum im Dorf gibt, in dem 8 bis 10 Personen Platz finden können. Damit gewinnt der Thieplatz im alten Zentrum des Ortes ein Stück seiner Funktion wieder als
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BERICHTE
ein Ort der Gemeinsamkeit und der Kommunikation.
Dank gebührt allen Helfern, insbesondere Helmut Krope, Helmut Leunig, Heinz Linne, Peter
Queisser, Reinhard Rinke, Walter Ronnenberg, Alfred Rosenplänter, und den Mitgliedern des Heimatvereins, die DM 2.504,51 für die Beschaf-
fung der Materialien bereitstellten. Jutta Ronnenberg u. Margrit Rosenplänter
20 Jahre Bücherei
Unsere Einfrau-Bücherei konnte am 16. September ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern. Angelika Hagedorn, unsere ehrenamtliche Verantwortliche der Bücherei, hatte zu einem Sektempfang geladen. Der Ortsrat und die Vereinsvorstände würdigten in Reden die Verdienste von Frau Hagedorn, die durch großen persön-lichen Einsatz die Bücherei zu einem beliebten Mittelpunkt des Dorfes werden ließ.
Besondere Freude bereitete ihr ein Kreis junger Frauen, die ein eigens für sie gereimtes und vertontes Lied vortrugen. Sie selber bedachte ihre eifrigsten Leser mit Blumensträußchen. Es war auch der Kulturdezernent Jochen Kummer anwesend.
Jeder Bürger kann sich des schönen, gepflegten Gebäudes erfreuen. Hier wird ersichtlich, was der unermüdliche Einsatz einer einzigen Person
wie unserer Frau Hagedorn bewirken kann. Jutta Ronneberg, Margrit Rosenplänter
Einweihung der Heimatstube
Endlich war es nun soweit. Am 29. September 1997 wurde unsere kleine Heimatstube eingeweiht. Wir konnten Gerlinde Lenz, die Tochter unseres ehemaligen Lehrers Paul, gewinnen, aus ihrem gerade erschienenen Buch „Als Roringen noch ein Dorf war“ zu lesen. Etwa 25 Personen waren unserer Einladung gefolgt. Die Lesung war ein voller Erfolg und ist bei allen Besuchern sehr gut angekommen. Bei uns, den Altdörflern, wurden viele, liebe und lustige Erinnerungen wachgerufen, die wir bei guter Stimmung an unsere interessierten Neubürger weitergeben konnten. Ein leckerer Imbiß mit den nötigen
Getränken fand guten Zuspruch und ließ uns nicht müde werden. Die Heimatstube zeigt sich gut angenommen und wird zu unserer Freude gern genutzt. Jutta Ronnenberg, Margrit Rosenplänter
Bolzplatz für Roringen
Lange Zeit wurde vor dem Friedhof Fußball gespielt. Lange wurde im Venusring gekickt. Sicher wurde auch andernorts innerhalb Roringens der Ball mehr oder weniger kunstfertig getreten. Warum eigentlich nicht auf der dafür vorgesehenen Anlage des Roringer TV ? Diese wird doch wohl ausreichen, möchte man meinen. Und sie ist immer liebevoll gepflegt worden. Es steht auch ein sehr schönes Sportlerheim zur Verfü-
gung.
Aus sportsoziologischen Untersuchungen geht hervor, daß in der heutigen Zeit der Verein nicht mehr die alles überstrahlende Attraktivität besitzt. Der Bürger scheut die Verpflichtung, die auch in Verantwortung gipfeln kann. Obwohl man diesem Phänomen keinen Vorschub geben soll, muß man sich bezüglich des Sportangebots darauf einstellen. Streetball, Straßenfußball u. a. sind Reaktionen auf den gewandelten Lebenstil der Jugend.
Wo setzt dann der Verein an ? Der Verein ist und bleibt der Hauptanbieter sportlicher Aktionen. Fitness-Studios werden weiter an Bedeutung gewinnen. Aber: In Fitness-Studios geht der reife Mensch, der auch die finanziellen Mittel dazu hat. Der Verein arbeitet mit Hilfe seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter wesentlich kostengünstiger und bietet zudem seinen Mitarbeitern ein weites Feld des sozialen Engagements. Dieses wiederum kann das Ansehen und den Selbstwert steigern helfen.
Wenn der Verein nicht mehr die Attraktivität wie früher hat, so müssen die Menschen zum Verein
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BERICHTE
geführt werden. Diese kann durch das ‘vorbereitende’ sportliche Tun erreicht werden. Die im Verein übliche Wettkampftätigkeit kann auch durch Streetball und Straßenfußball vorbereitet werden. Stellt das Kind fest, daß der ungebundene Straßensport ‘Spaß’ macht, wird es nach Möglichkeiten der Ausweitung und Verbesserung dieser Tätigkeiten suchen. Und wo könnte es diesen Wunsch besser verwirklichen als im Verein und welche Motivation, dem Verein beizutreten, wäre legitimer als die Eigenmotivation.
So hat also der Heimatverein die Initiative zur Errichtung eines Bolzplatzes ergriffen, der vereinsungebundenen und gleichsam vorbereitenden Sport ermöglicht. Dieser Platz befindet sich zudem in einem bis dahin sportlich “unterent-
N Zeischriften, Schreifwwaren, Fette, Lotto kleine Geschenhartikef N
Geismar Sandıtr 6, ZFOSS Göllengen. TEL 0551 [ 72397
wickelten’ Ortsbereich, der aber zur Zeit einen großen Teil der jugendlichen Bevölkerung beherbergt. Zudem kann dieser Platz erreicht werden, ohne daß die B 27 überquert werden muß.
Der Platz wurde im Oktober 97 eingerichtet und wird hoffentlich im Frühjahr 98 der Dorfjugend zur Verfügung gestellt werden können und so strapaziert werden, daß alsbald wieder investiert werden muß. Dafür steht der Heimatverein gerade.
Der Roringer Heimatverein e. V. wird seinem Anspruch gerecht, etwas für die Jugend zu tun.
Matthias Schmole
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THIEBOTE Nr. 1 / März 1998
BERICHTE
Roringer -- Rosen -- Montag
Auch in diesem Jahr fiel um 15.11 Uhr der StartschußB zur ROROMO-Faschingsfeier der Roringer und Herberhäuser Narren. In originellen Kostümen und mit bester Laune stürmte die Narrenschar mit großem Hellau das Dorfgemeinschaftshaus. Bei cooler Musik und fetziger Stimmung wurden die Narren mit verschieden Spielen, Tanzeinlagen, einem Wahrsager und natürlich mit der alljährlichen Modenschau unterhalten. Zur Stärkung der wilden Meute gab es jede Menge Würstchen,
Knabbereien und kühle Getränke.
Der Rektor Wilfried Jahns der Grundschule Herberhausen singt zusammen mit den Kindern das beliebte Lied: „Drei Schweine saßen an der Leine...“
Das ROROMO-Team:
Sabine Wolff, Doris Gottschalk, Birgit Fabritz, Werner Massow, Christiane Meyer, Juliane Kirstan, Manuela Popp, Maria-Theres Waning- Ernst, Mathias Schmole, Heidemarie Scheffler und Miraculix (Rolf Gottschalk), Musik: Andre Faulhaber und Leonard Borghorst
Diese Feier, die wir nächstes noch etwas besser gestalten wollen, war nur möglich durch die tatkräftige Hilfe des ROROMO-Teams und finanzielle Unterstützung durch den Heimatverein Roringen.
Miraculix Rolf Gottschalk moderiert mit dem Funkmikrofon der Roringer Kirchengemeinde die Veranstaltung! 80 Kinder und 30 Eltern hatten viel Spaß!
Mit einem kräftigem Hellau, hoffentlich auch im nächsten Jahr, verabschiedet sich das ROROMO- Team.
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THIEBOTE Nr. 1 / März 1998
CHRONIK
Geschichte eines Brandes
Wir schreiben das Jahr 1911. Im damals sogenannten Vossloch, jetzt dem Rottenanger zugeordnet, standen in drangvoller Enge drei Häuser, eines davon ein Doppelhaus. Der Platz des Doppelhauses lag vom Rottenanger über eine Gemeinschaftsauffahrt erreichbar rechts. Zwischen der damaligen Ahrens’schen Scheune (jetzt Wohnhaus) und den Ronnenberg’schen Gebäuden lag eine Gasse von nur 1 % m Breite. Diese reichte gerade, um mit einer Karre die Stallungen erreichen zu können. Ein Strohbund mußte längsseitig getragen werden. Die andere Haushälfte bewohnte Familie Termöhlen.
Im August, zur Erntezeit, geschah das Unglück. Es herrschte große Hitze und alle Bewohner des Dorfes waren auf den Feldern bei der Erntearbeit; so auch die Familien des Doppelhauses. In dem Ronnenberg’schen Haus lag der seit längerem bettlägerige Großvater Friedrich in seiner Dach- Kammer.
In der Mittagszeit sah die auf ihrem Acker arbeitende Familie unheilvolle Rauchwolken aufsteigen. Sie schätzten die immer stärker werdenden Rauchschwaden auf ihr Zuhause. Des hilflosen Großvaters gedenkend rannten sie bis zur Erschöpfung. Die böse Ahnung bewahrheitete sich. Das Haus und die Stallungen brannten lichterloh. Der Großvater konnte unter Lebensgefahr noch gerettet werden. In nasse Decken gewickelt wurde er durch Flammen und Hitze nach draußen geschleppt. Das Vieh jedoch verbrannte. Es handelte sich um Federvieh, Ziegen und Schweine.
Brandmeister war derzeit Wilhelm Wohltmann. Er war im Weender Wald als Waldarbeiter tätig und ab Mittag zuhause. Das war großes Glück im Unglück. Seinem umsichtigen Handeln war es zu verdanken, daß die überaus eng anstehenden Gebäude nicht mit verbrannten.
Die mittlerweile von den Feldern heranströmenden Dorfbewohner halfen den Nachbarn, das gefährdete Vieh herauszutreiben und aus den Wohnungen die Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen. Das vom Meiergassenbach und vom Opferbach in Ledereimern herangeschleppte Wasser reichte nur, um die an den Ahrens’schen
Hauswand angeschlagenen Säcke naß zu halten, ebenso das Dach. Mit Haken an langen Stangen wurden hell lodernde Balken und Lattenwerk zu Boden gerissen und somit der Brandherd in Schach gehalten.
Von der Familie Leunig (vormals Kuhle) wurden die Feuerwehrleute mit Kaffee, anderen Getränken und Vesper versorgt.
Lageplan der Grundstücke und Häuser:
152 Magerhans, 157 Tormöhlen,
156 Ahrens 164 Kahle
Die Natursteinmauern, womit Stallungen und Scheune ganz und das Wohnhaus halbhoch gemauert waren, bekamen wegen der günstigeren Bedingung für die Versicherung noch ein paar Rammstöße. Feuerwache wurde noch bis zum nächsten Tag gehalten.
Zwei Familien standen mittel- und obdachlos vor dem Nichts. Familie Ronnenberg bekam Unterkunft bei Schmied Windel im Opferbach 19 (heute Wolf), wo auch wenige Tage später der Großvater verstarb.
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THIEBOTE Nr. 1 / März 1998
CHRONIK
Die Versicherungssumme für den Brandschaden betrug 600.- Mark. Da der Zimmermeister Wilhelm Magerhans am Rottenanger 12 (heute Gerda Graetz) seinen Bau begann, ergab es sich, daß die Natursteine und die des Schornsteins eine willkommene Verwendung fanden. Zu jener Zeit lag eine Gerechtsame der Realgemeinde auf dem Schornstein. So war der Gerechtigkeit Genüge getan und Herr Magerhans konnte diese miterwerben.
Beide Anwesen wurden an dieser Stelle nicht wieder aufgebaut. Familie Termöhlen siedelte im Rottenanger 10 neu (heute Linne). Familie Ronnenberg erwarb 1913 Haus und Grund am Opferbach 1. Nur noch die alte beigefügte Zeichnung zeugt von der Existenz der einst vom Feuer zerstörten Gebäude. Die Brandursache konnte
nicht geklärt werden. Jutta Ronnenberg
Der Bau des Schlauchturms am Thie
Ein Schlauchturm wird benötigt. Nach den Feuerwehrübungen hatte die Wehr ein großes Problem mit dem Trocknen der langen Schläuche. Sie wurden, weil kein anderer Platz vorhanden, aus den Schallöchern des Kirchturms gehängt. Da dies nur ein Vorübergang sein sollte, beschloß man, einen geeigneten Platz zu suchen und einen Schlauchturm in Eigenarbeit zu erstellen. Der hohe Scheunengiebel von Ronnenberg, Opferbach 1, war bestens für das Vorhaben geeignet, zumal der Turm vom öffentlichen Thieplatz gut zu erreichen war. Die Genehmigung zum Bau wurde 1954 erteilt.
Die Feuerwehr war glücklich mit ihrem Turm, die Schläuche trockneten vorzüglich. Im Jahre 1974, nach der Eingemeindung zu Göttingen, wurden die Schläuche in den Trockenturm nach Göttingen, Ritterplan, verbracht. Bei Abgabe der nassen Übungsschläuche konnten dort gleich trockene Schläuche im Wechsel wieder mitgenommen werden.
Der Turm hatte ausgedient und der Abbau war vorgesehen. Familie Ronnenberg erbot sich, den Turm abzubauen und durfte als Gegenleistung das Brettmaterial behalten. Daraus entstand ein stabiler Schuppen, der heute zum Abstellen beste Dienste leistet und hoffentlich noch viele Jahre halten wird. Margrit Rosenplänter
Bau des Schlauchturms 1954
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THIE-BOTE Nr. 1/ März 1998
FREIRAUM
Schatzkästchen Kirchhofsmauer
Die Kalksteinmauern sind eine Besonderheit von Roringen, wie sie anderenorts in der Umgebung nicht in dieser Fülle zu finden sind. Auch die Kirche samt Kirchhof wird von einer Kalksteinmauer umgeben. Sie ist aus Kalksteinen aus der Gemarkung errichtet. Die verbauten Steine stammen vermutlich von den Steinbrüchen am Dra-
kenberg, vielleicht auch vom Menzelberg und aus einem Horizont, der früher in Steinbrüchen an der Roringer Warte und im Bratental abgebaut wurde. Bisher haben wir keine Angaben gefunden, wann die Mauer errichtet wurde. Möglicherweise ist die Jahreszahl 1823 an der Südpforte ein Hin-
weis.
Kirchhofsmauer Westseite
Die großen Blöcke ruhen durch ihr Gewicht und ihre unregelmäßige Form fest aufeinander. Sie sind ferner durch einen Kalkmörtel miteinander verbunden. Kleinere Steine füllen die Lücken. Sie herauszuziehen, insbesondere auf der Rückseite der Mauer, gefährdet das Mauerwerk. Die Fugen sind äußerlich nicht verfüllt, sie springen weit zurück und geben der Mauer eine lebhafte Struktur. Staub, Laub und und Gras, Gesteinsgrus und Boden sammeln sich in den Fugen an und
Quendelblättriges Sandkraut Mauerraute
Brauner Streifenfarn Acker-Glockenblume Gewöhnliches Hornkraut
bieten Pflanzen einen spezifischen, kalkreichen Nährboden. Die Mauer ist besiedelt, sie lebt.
Der Kustos des Neuen Botanischen Gartens der Universität Göttingen, Herr Dr. Callauch, hat am 13. Oktober 1997 eine Bestandaufnahme der Pflanzen durchgeführt. Hier seine Liste mit den deutschen Namen und den fachlichen Bezeichnungen:
Aenaria serpyllifolia Asplenium ruta-muraria * Asplenium trichomanes * Campanula ranunculoides Cerastium fontanum
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998
FREIRAUM
Großes Schöllkraut Blasenfarn
Wettermoos
Stinkender Storchschnabel Scharfer Mauerpfeffer Weißer Mauerpfeffer Gelber Mauerpfeffer Rauhes Veilchen
Die Bestandsaufnahme ergab eine außergewöhnlich reiche Flora. Es befinden sich auch drei Farne darunter, die auf der sog. Roten Liste (Niedersachsen) der besonders geschützten Arten stehen. Sie werden mit * gekennzeichnet. Ein „Schatzkästchen“ nennt deshalb Dr. Callauch die Mauer und ihre Flora.
Die Flora stellt eine Blasenfarngesellschaft aus der Gruppe der kalkliebenden Mauerfugengesellschaften dar. Da diese Floren an ihren Primärstandorten stark bedroht oder fast verschwunden sind, bieten Sekundärstandorte, wie die Roringer Kirchhofsmauer, wichtige Refugien für diese Pflanzen. Roringen kann sich glücklich schätzen,
D eguineg
Fairer Handel mit der Dritten Welt
CONTIGO
Chelidonium maius Cystopteris fragilis Funaria hygrometrica Geranium robertianum Sedum acre
Sedum album Sedum-Hybriden
Viola hirta
ein solches Kleinod bereits zu besitzen. Anderenorts werden derartige Standorte mit hohem Aufwand neu errichtet.
Keine der aufgeführten Pflanzen kann auf Dauer der Bausubstanz Schaden zufügen. Allein Gehölze wären dazu in der Lage. Diese werden jedoch planmäßig entfernt. Aus Furcht vor Beschädigung sind auf der Südseite (Opferbach) und Ostseite (gegenüber dem Thieplatz) die Pflanzen unglücklicherweise entfernt. Die Gefährdung der Mauer geht aber zumeist von den spielenden Kindern aus. Man sollte bedenken, daß eine Erneuerung
sehr kostspielig ist. Siegfried Ritzkowski
° grofse Auswahl von Biokaflees und Biotees
° eigene Kafleeröstung
° Hochgqualität aus Fairem Handel
e hochwertiges Kunsthandwerk und Geschenke
Mehr Markt für Kleinerzeuger aus Übersee
CONTIGO Handels- und Beratungs GmbH
Huhler Graben
D-57077 Götiingen’Roringen
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998
MENSCHEN IN RORINGEN
Am 23. Januar 1998 wurde Dr. phil. Hans Wille, ein Gründungsmitglied des Roringer Heimatvereins, auf dem Roringer Friedhof zu Grabe getragen. Von seinem Geburtsort Neuruppin in Brandenburg führte ihn sein weitgespannter Lebensweg vom Studienort Göttingen über die beruflichen Wirkungsstätten als Kunsthistoriker in Karlsruhe, München, Wuppertal Göttingen und Hamm wieder nach Göttingen.
Bewahrung und Pflege des Überkommenen und Weitergabe an die Kommenden waren ihm wichtig, sei es in der Sanierung eines Fachwerkhauses, sei es durch die Überlieferung historischer Erkenntnisse. Wir verdanken dem jungen Wissenschaftler eine Beschreibung der Kloster- und Wallfahrtskirche-Kirche in Nikolausberg (1954)
und dem Schubert-Liebhaber eine historische Skizze zum Lied „Auf der Bruck“ (Kartoffelstein 47/1997).
Er fand die Bodenhaftung, die er mit seiner Familie suchte, in Roringen, bei den altvertrauten Freunden, den getreuen Nachbarn, in der vertrauten Landschaft, die er auf weiten Spaziergängen immer erneut erfuhr. Im Dorf erinnert man sich genau an sein tatkräftiges Zupacken beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses. Er wurde hier heimisch. Roringen, der Ort, mit dem er durch frohe und leidvolle Erfahrungen verbunden war, der Raum, in dem er sich wohl fühlte, wurde ihm, dem Zugereisten, zur zweiten Heimat, zu einem Ort, den das Lied „Am Brunnen vor dem Tore“ in der Vertonung von Franz Schubert, das am Ende der eindrucksvollen Trauerfeier in der Kirche erklang, mit der zur Stille verklingenden Schlußzeile beschreibt: „,..hier
findst du deine Ruh.“ Siegfried Ritzkowski
Förderverein der Grundschule Herberhausen e.V.
Im Januar 1996 wurde der Förderverein gegründet, der als gemeinützig anerkannt ist. Ziel des Vereins ist die Förderung einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung der Kinder der Grundschule Herberhausen.
Der Verein unterstützt die Grundschule Herberhausen u. a.
durch Finanzierung von Lernmaterialien, für die Gelder der öffentlichen Hand fehlen oder nicht ausreichen;
durch Ergänzung des Schulangebotes durch eigene Angebote;
durch die Umgestaltung des Schulhofes der Grundschule in Herberhausen.
Aktionen des Vereins:
® Es wurden nach langer Zeit wieder Sommerfeste in der Grundschule durchgeführt; Mitwirkung bei der Ausgestaltung der Einschulungsfeiern.
Anschaffung von Spielmaterial für Roringer und Herberhäuser Kinder zur Pausengestaltung.
Mitwirkung bei der Renovierung von Spielgeräten und Neugestaltung des Pausenhofs. Bereitstellung von ca. DM 5.000.- aus Spenden, Beiträgen und Überschüssen der Sommerfeste.
Vorstand:
e Herr Dr. Georg Ernst, Uranusweg 5, Roringen (1. Vorsitzender);
e Herr Hartmut Fabritz, Henri-Dunant-Str. 44 in Herberhausen (Stellvetr. Vorsitzender);
® Frau Heidemarie. Scheffler Lange Str. 33a in Roringen (Kassenwartin); Herr Matthias Kracht, An der Mühle 22 in Herberhausen (Schriftführer). Dr. Georg Ernst
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998 RORINGEN AKTUELL
Der Schulbus 1997
Der unzuverlässige Schülertransport der Rorin- Fahrdienst seit Beginn des Schuljahres führte zu ger Grundschüler durch den Gemeinnützigen heftigen Protestaktionen der Roringer Eltern.
Der Schulbus kam nicht, wie er sollte, er machte einfach, was er wollte.
Das kann doch weiter nicht so bleiben, stand in dem von den Eltern verfaßten Schreiben. Auch im Tageblatt war zu lesen, so schlecht war der Transport noch nie gewesen. Die Eltern begannen sich zu wehren und am Schluß konnten sie den Fahrdienst lehren, daß bei wiederholtem, nachgewiesenen Verdruß, ein Vertrag zum Ende kommen muß.
Allen Beteiligten danke ich für Ihr persönliches dem 15.12.1997 erfolgt der Schülertransport Engagement und die Unterstützung bei der durch einen Bus der Stadtwerke. Durchsetzung der Interessen unserer Kinder. Seit Dr. D. Hünefeld
Das Gesicht des Ortes
Jeder, der nach langer Zeit wieder an einen ihm « der Venusring erhielt die geplante Bepflanvertrauten Ort kommt, ist erstaunt, wie sehr sich zung,
das Aussehen verändert hat. Verändert sich R- , das Grundstück Schmiedestraße 6 bekam eine ringen? Eigentlich nicht - dachte ich. Aber ich Sandsteinmauer,
fing an aufzuzählen, was im Jahre 1997 zum , dd Snortolatz Balkfäncze Dorfbild hinzugekommen oder was das Gesicht und der »portplatz Balllangzäune.
des Ortes mitgeprägt hat und nun verschwunden Aus dem Dorfbild verschwanden
ist. Ich wurde überrascht. Sehen Sie selbst. «der letzte hölzerne Elektro-Mast (1998)
Häuser sind die auffälligsten Merkmale eines * und die letzte Linde auf dem Thieplatz.
Ortes. An Neubauten sind in Roringen hinzu- Unser Ort verändert sich, schrittweise, kaum
gekommen: merklich für diejenigen, die ständig darin leben. e Hohler Graben 1, Siegfried Ritzkowski
e Opferbach 14, e Kohlhofsweg 2, « Stuhllager am Dorfgemeinschaftshaus.
Umfangreiche Renovierungen erfolgten an den Gebäuden
e Roringer Winkel 7 und e Opferbach 18.
Wir danken allen Inserenten für die freundliche Unterstützung
der Drucklegung. In den Freiraumanlagen gabe es sichtbare Veränderungen: « der Verbindungsweg am DGH wurde fertiggestellt, e desgleichen die SpielstraßeVenusring,
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998
RORINGEN AKTUELL
Roringen in Zahlen
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wieviele Menschen in Roringen wohnen, wieviel Kinder, wieviel Senioren oder wieviel Familien es gibt, wie groß die Gemarkung Roringens ist, wieviel Autos in Roringen parken? Sie werden sogleich wissen wollen: wo kann man sich informieren? Das Amt für Statistik der Stadt Göttingen veröffentlicht in Abständen die „Göttinger Statistik“, in der auch Roringen separat ausgewiesen wird. Die Ausgabe dieses Jahres erfaßt alle Daten bis zum 31. Dezember 1995. Das Amt für Statistik hat uns auch Angaben zum Stand 31.12.1996 freundlicherweise zukommen lassen.
Wie groß ist die Fläche von Roringens Gemarkung? Sie beträgt 709 ha. Davon werden 393 ha (55,4%) der Landwirtschaft zugerechnet, die 141 ha in 13 Betrieben nutzt. Von Wald sind 237 ha (33,3%) bedeckt. In einem Bergdorf spielen Wasserflächen keine Rolle (0.1%). Bemerkenswert ist jedoch, daß die Verkehrsflächen mit 48
Auf den jüngsten Nachwuchs schaut man, denn er sichert den Bestand des Kindergartens und seiner Arbeitsplätze. Der deutliche Geburten-
ha (6,8%) fast doppelt so umfangreich sind wie die Gebäude- und Freiflächen, die 26 ha (3,6%) ausmachen.
Wieviel Menschen leben in Roringen?
Am Stichtag, dem 31.12.96, wurden 1.099 Einwohner gezählt. Die Zahl der Bewohner schwankte in den davorliegenden 11 Jahren zwischen 1.090 und 1.173, ohne daß ein Trend etwa der ständigen Zunahme zu erkennen wäre. 1.030 Einwohner haben ihre Hauptwohnung in Roringen, 69 sind mit Nebenwohnsitz hier gemeldet. Die 1.099 Einwohner führen 464 Haushalte: davon sind 315 Mehrpersonenhaushalte und 149 Einpersonenhaushalte. Im Durchschnitt errechnet man 2,4 Personen je Haushalt.
Die Aufschlüsselung der Bevölkerung nach Altersgruppen wird in der folgenden Tabelle angezeigt (Stand 31.12.1996):
rückgang führte im Jahre 1997 zu einer Verkleinerung der Belegzahlen des Kindergartens (s.a. S. 18).
Wieviel Kraftfahrzeuge gibt es in Roringen? Es sind in Roringen eine Vielfalt von Kraftfahrzeu-
KFZ gesamt
gen gemeldet, wie es die folgende Tabelle (Stand: 31. Dezember 1996) ausweist:
Zugmaschinen
Sonstige Fahrzeuge
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998
RORINGEN AKTUELL
Die Zunahme der Personenkraftwagen im Laufe der vergangenen Jahre läßt sich bereits an der Verknappung von Parkraum auf den Straßen
Roringens erkennen. In der folgenden Tabelle sind Werte aus den vergangenen elf Jahre aufgelistet:
Einw.
inges je 1000
Einw.
Der Zuwachs in den 11 Referenzjahren betrug 89 Fahrzeuge (8,1 / Jahr x 1.000 Einwohner). In Roringen wächst die Zahl der Pkw deutlich schneller als im Durchschnitt der westlichen
Bundesländer (5,4 / Jahr x 1.000 Einwohner), in denen im Jahr 1995 - nach einer ESSO-Studie -
im Mittel 512 Pkw auf 1.000 Einw. entfallen. Siegfried Ritzkowski
Erzieherinnen, Kindergartenkinder und Eltern nehmen Abschied!
Die letzten Tage vor den Weihnachtsferien waren, vor allem für uns Erzieherinnen, die schwersten und traurigsten Arbeitstage seit Bestehen des Kindergartens Roringen.
Schon lange stand fest, daß die belegten Kindergartenplätze weit unter der Aufnahmekapazität der Einrichtung liegen. So gab es im Juli 1997 noch 49 belegte Kindergartenplätze, im August 1997 nur noch 27.
Daraufhin senkte der Kindergartenträger auf
Anraten der Stadt Göttingen die Betriebserlaubnıs des Kindergartens von 50 auf 35 Plätze. Resultierend aus dieser Platzreduzierung wurde die Stelle von Kerstin Sperschneider gestrichen. Zur großen Freude aller Beteiligten kündigte die Kirchengemeinde erst zum 31.12.1997 und nicht schon zum 31.07.1997.
Kerstin wird noch lange in unseren Gedanken und Erinnerungen bleiben. Sie hat mit ihrer offenen und natürlichen Art einen Zugang zu den Herzen der Kinder gefunden. Den Eltern ist sie stets mit Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Verständnis begegnet. Ihre Mitarbeit im Kindergartenteam war geprägt von Engagement und einer großen Portion „Freude an der Arbeit“! Ihr Weggang hat eine große Lücke und auch eine Leere hinterlassen.
Wir vermissen unsere Kollegin, die mit soviel „Herz und Verstand“ bei der Arbeit war. Als Andenken bleibt uns die Erinnerung an die vergangenen fünf Jahre, in denen wir viel gemeinsam bewegt und verändert haben. Wir Erzieherinnen wünschen Kerstin beruflich sowie privat ein erfülltes Leben und Gottes Segen. G. Watenphul
Wir, die Elternvertretung des Roringer Kindergartens, bedauern den Weggang von Kerstin Sperschneider sehr; denn sie war und ist eine sehr engagierte Erzieherin. Unsere Kinder vermissen ihre Kerstin!
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998
KLÖNSCHNACK
Der Schweineritt
Gertrud mott Lowiese bien Kartuffel roenm helpen, szei helpet szik ümmer che-jensietig. Chertrud kümmt im Dörpe rünner und humpelt chaz derbe. Utjereket kümmt Miele Chertrud entjejen. Miele will ok chliek chenau wetten wat passiert ist. Chertrud lätt szik nich lange nödigen und vertellt wie dat tauching.
„Waiste, ek lote bien messen use swiene innen Stall change szaum bettchen loapen. Det chrote Dör no buten was woll nich chans tau, dat haren de Swienebeistere woll spitzekregen, alls ek mek chrode szau bücke kümmt ahn Swien von hinnen rennt mek mang de Bane, ek satt up denn Swiene, de Dör sprung up und los ching de Fohrt ower denn chanzen Hoff. Dar Sawien quieke, ek chröhle szau lut dat mien Karl
angelopen kamm. Hei namm szik chliewk denn Messhaoken un stoppe miene Himmel fohrt, ek störte runder un stoppe up mienen Mors. De Swieneborch kucke szek oak noch ümma wo wull szien Rieder bleben was. Miele, wenn du owerst denkest dat mien Karl mek uphelpet, irrest du chans chewaltig, de hole szek szien dicken Buk vor lachen, und ek hare szau hülen kunnt vor Weihdoga, mien Chesäß is blitze bloch, wenn du Hüte Obend kümmst wie ek dek dat. Ower Miele vertell dat mant nich weier szüst lachet de Leue ower mek.“
Als Chertrud an de Smeestroten kümmt hört sei all wie Miele und Lene chans lut lachen. “Chemeinheit! öt wull doch nits weier seggen!Na teuwe mant mienen blochen Mors wies ek Mielen Hüte towend nich, szaun miserobelet Ekel!“
Hannelore Meyer & Jutta Ronnenberg
Mathe und Rechtschreibung im Wandel der Zeit
Nach der Mengenlehre nun die Rechtschreibreform. An deutschen Schulen kursiert dazu ein Handzettel über „Mathe und Rechtschreibung im Wandel der Zeit“.
Volksschule 1960:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Mark. Die Erzeugerkosten betragen 40 Mark. Berechne den Gewinn.
Realschule 1970:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Mark. Die Erzeugerkosten betragen vier Fünftel des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn?
Gymnasium 1980: Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterra-
ner Feldfrüchte für eine Menge Geld (G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G gilt:
G ist 1. Die Menge der Herstellungskosten (H) ist um zehn Elemente geringer als die Menge G. Zeichnen Sie das Bild der Menge H als Teilmenge der Menge um G und geben Sie die Lösungsmenge (L) für die Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnsumme?
Gesamtschule 1990:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Mark. Die Erzeugerkosten betragen 40 Mark und der Gewinn 10 Mark. Unterstreiche das Wort „Kartoffel“ und diskutiere mit deinem Nachbarn darüber.
Schule 2000 (nach Einführung der Rechtschreibreform): Ein kapitalistisch priwelegirter bauer bereichert sich an einem dack kartoffeln um 10 euros. Untersuch das tekst auf inhaltliche feler, korigire das aufgabengestaltung unt demonstrire gegen die lösunk.
Schule 2010:
es gipt keine kartofeln mer. Quelle: Gemeindeverband Gleichen 1997
Strunz ist schlapp wie Flasche leer! G. Trapattoni
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998 VEREINSNACHRICHTEN
Der Roringer Heimatverein e. V.
Aus der Satzung:
$2 Aufgaben und Ziele des Vereins
(1) _ Der Verein hat folgende Aufgaben und Ziele:
die Schönheiten und Eigenheiten des Dorfes Roringen und seiner Umgebung im Sinne des Denkmal- und Naturschutzes zu erhalten, zu pflegen und zu vermehren,
die Erinnerung an die soziale und kulturelle Geschichte des Ortes wachzuhalten und seine weitere Entwicklung zu fördern,
an der Volksbildung der Roringer Bürger mitzuwirken,
kulturelle Aktivitäten in der Gemeinde zu fördern,
insbesondere Jugendliche in die Tätigkeiten des Vereins einzubeziehen, und zur Integration der Neubürger beizutragen.
(2) Der Verein ist weltanschaulich und politisch unabhängig.
(3) Der Satzungszweck wird insbesondere durch Vortragsveranstaltungen, Sammlung historischer Quellen, Umweltaktionen, die Pflege des Liedgutes und des Volkstanzes verwirklicht.
Juvelen Gold- und Silberwaren
Bestecke
Uhren Goldschmiede vrerkstatt Edelmetallpresserei
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998 INFORMATIONEN
Einladung zur Jahreshauptversammlung am Freitag, dem 17. April 1998, um 20.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Roringen
Liebe Mitglieder des Heimatvereins! Hiermit möchte ich Sie im Namen des Vorstandes zur Jahreshauptversammlung herzlich einladen. Folgende Tagesordnung wird vorgeschlagen:
Eröffnung und Begrüßung Bericht des Vorstandes Kassenbericht
Bericht der Revisoren Entlastung des Vorstandes Neuwahl des Vorstandes Verschiedenes
Wir wollen den Abend mit einem kleinen Imbiss beginnen und erbitten telephonische Zusage bei einem der Vorstandsmitglieder. -
Mit freundlichen Grüßen KL (W. Für den Vorstand
Der Roringer Heimatverein im Jahre 1997
Am 01.01.1997 gehörten dem Roringer Heimatverein 66 Mitglieder an, darunter 11 Kinder. Im Laufe des Jahres waren 2 Austritte und 6 Eintritte zu verzeichnen, so daß am 01.01.1998 insgesamt 70 Mitglieder den Verein bildeten, darunter 14 Kinder. Renate Paul
Der Vorstand des Heimatvereins
1. Vorsitzender: Werner Massow, Venusring 1, Tel. 2 40 01
2. Vorsitzende Margrit Rosenplänter, Opferbach 22, Tel. 2 37 15 Schriftführer Dr. Matthias Schmole, Venusring 15, Tel.2 24 89 Kassenwart Renate Paul, Am Menzelberg 21, Tel 29 60 Beisitzerin Hannelore Meyer, Opferbach 2, Tel. 2 27 68 Beisitzerin Jutta Ronnenberg, Opferbach la, Tel. 2 20 90 Beisitzer Dr. Siegfried Ritzkowski, Uranusweg 2, Tel. 2 46 67
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998 INFORMATIONEN
Roringen in Büchern und Artikeln
BÜCHER
Braun, Brudniok & Partner und Birkigt-Quentin, Planungsbüros: Dorferneuerung Roringen.- 118 S., 2 farb. Tafeln, 2 Karten, 40 Pläne, 173 Photos, 12 Abbildungen, Stadt Göttingen 1995.- Lenz, Johanna Gertrude: Als Roringen noch ein Dorf war.- 99 Seiten, 1997. Schubert, Ewald: Nikolausberg- Chronik eines Bergdorfes. - 226 S., zahlr. Abb., 1985 (2. Aufl. 19972). Stadt Göttingen, Amt für Statistik: Göttinger Statistik 1995/96.-323 S., Göttingen 1997.-
ARTIKEL
Günther, Egon: Der Kartoffelstein.- Kartoffelstein 5: 3-4, 1986. Wie lebte der Schulmeister vor 200 Jahren.- Kartoffelstein, 9: 4-5, Ostern 1986 Über die Kirchen- und die Patronatsverhältnisse in der ältesten Zeit.- Kartoffelstein, 10: 3-4, Sommer 1987. Die Roringer Warte.- Kartoffelstein 26: 4-5, Herbst 1991.- Der Kirchenneubau zu Roringen.- Kartoffelstein 21: 4-5, Ostern 1990. Unter der Linde.- Kartoffelstein 25: 6-7, Sommer 1991. Nachlese zu den Berichten über das Pfarrwitwenhaus und den Neubau der Roringer Kirche (H. 20 u. 21).-Kartoffelstein 22: 8-9, Sommer 1990. Die Roringer Warte.- Kartoffelstein 26: (Herbst 1991): 4-5. Unsere Roringer Flurnamen.- Kartoffelstein Nr. 29: 5-6 Sommer 1992. N.N.: Die Glocken von Roringen.- Kartoffelstein, 12: 6-7, Weihnachten 1987 Neues Mahnmal in Roringen.- Kartoffelstein, 5, Herbst 1988. Ritzkowski, Siegfried: Brunnen und Quellen in Roringen.- Kartoffelstein, 38: 4-5, Ostern 1995. Das alte Backhaus in Roringen.-Kartoffelstein, 40: 7-8, Herbst 1995. Kraniche über Roringen.- Kartoffelstein, 41: 8-9, Weihnachten 1995. Außenansichten eines Dorfes.- Kartoffelstein, 42: 6-7, Ostern 1996. Eulen in unserem Garten.- Kartoffelstein, 43: 12-13, Sommer 1996. Ronnenberg, Jutta: Kleiner Wanderführer durchs Bratental.- 4 S. (17. Göttinger Wandertag) Schmidt, Hans Hermann: Der Neue Kindergarten in Roringen.- Kartoffelstein Nr. 30: 3-4; Dezember 1992. Wille, Hans: Auf der Bruck.- Kartoffelstein 47: 4-6, Sommer 1997.
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GARULETTO
aus massiver Buche mit
biologischer Oberfläche.
Garuletto ist auch mit hohem Fußteil (Garun) erhältlich. In allen gängigen Größen lieferbar ab DM 1.750,- (ohne Zubehör).
JÜDENSTR. 1 - 37073 GÖTTINGEN - TEL. 0551/58341 DIE BETTENMACHER
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THIE-BOTE Nr. 1 / März 1998
Ein Unternehmen der 5 Finanzgruppe
NÄHE IST BEI UNS KEIN ZUFALL,
SONDERN ABSICHT
® In unseren Geschäftsstellen: @® Von zu Hause aus:
Durch persönlichen Service Durch Nutzung elektronischer Medien und Beratung sowie - Telefon
- Geldautomaten - Telefax ®
- Kontoauszugsdrucker - PC =
- SB-Terminals Sparkasse Göttingen
Der Text unter den Seiten wurde maschinell aus dem Druck gelesen und kann Fehler enthalten. Maßgeblich ist das gedruckte Heft.
Aus diesem Heft schöpfen
- Alte Schule
- Backhaus an der Pfarrscheune
- Bolzplatz Am Kleesteg
- Bücherei
- Die Heimatstube wird eingeweiht
- Die Roringer Schule endet
- Dorfentwicklung in Roringen: Dorferneuerung und Dorfladen
- Einwohner
- Flüchtlinge und Vertriebene kommen nach Roringen
- Gründung des Roringer Heimatvereins
- Höchststand der Einwohnerzahl
- Informationen über den Heimatverein
- Kindergarten und Spielkreis in Roringen
- Kirchmauer
- Natur und Landschaft
- Pfarrscheune, Quelle und Backhaus
- Rheintreue Göttingen: Karneval mit dem Heimatverein
- Roringen in Zahlen
- Roringen: Geschichte und Gegenwart eines Göttinger Ortsteils
- Schöne Orte und Aussichtspunkte in Roringen
- Steinerne Kirchhofsmauer errichtet
- Thie-Boten
Quellen
- Thie-Bote Nr. 1, März 1998 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 157)
Wissensbestand des Roringer Heimatvereins