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Station 13

Pfarrscheune, Quelle und Backhaus

Pfarrscheune, Quelle & Backhaus
Pfarrscheune, Quelle & BackhausFoto: Barbara Arand (Nadar13a) · Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zum Pfarrhof gehören das Pfarrhaus, die Pfarrscheune, der große Pfarrgarten und, bis es verfiel, ein Backhaus. Pfarrhaus und Scheune stehen als Gruppendenkmal unter Denkmalschutz, schrieb Siegfried Ritzkowski im Thie-Boten.

Die Scheune

Ein Teil der großen Scheune wurde 1739/40 gebaut, der Rest und die Schweineställe 1771/72, wie das Güterverzeichnis von 1798 berichtet. Die heutige Pfarrscheune mit 9,32 mal 8,90 Metern Grundfläche ist nur ein Teil des früheren Wirtschaftsgebäudes, das bis an die Lange Straße reichte. Der Rest wurde zwischen 1930 und 1940 abgebrochen. Zuletzt diente sie als Holzstall, Lager und Garage. 2001/02 wurde sie zum Gemeindehaus umgebaut, ohne ihre Grundfläche zu verändern, und am 5. Mai 2002 eingeweiht. Dazu legte man den Fußboden im unteren Geschoss um 35 Zentimeter tiefer. Bei den Erdarbeiten fand man mittelalterliche Keramik nördlich der Scheune; ein Wirtschaftsgebäude könnte hier schon vor der Reformation gestanden haben.

Quelle und Pfarrgarten

Unterhalb der Scheune entspringt der Opferbach. Bis in die sechziger Jahre war diese Quelle nach Eberhard Rohse die einzige Wasserstelle für die Roringer oberhalb der B 27. Der Garten war lange verwildert. Im Jubiläumsjahr 850 Jahre Roringen öffnete der Kirchenvorstand ihn 2012 wieder als „grünes Zentrum und Ort der Begegnung“, fasste die Quelle neu und pflanzte Obstbäume; angeregt hatten das Eberhard Rohse und Siegfried Ritzkowski. Das Güterverzeichnis von 1798 zählt im Garten unter anderem tragbare Apfel- und Birnbäume, Zwetschen, Kirschen und Walnüsse auf. Ein Stück weiter unten lag der Feuerwehrteich.

Das Backhaus

1878 wurde ein Backhaus auf der Pfarre genehmigt. Es verfiel: Im Dezember 1992 waren Dach, Schornstein und Giebel zusammengebrochen, im Herbst 1993 warf ein Sturm die letzte Mauer um. Der Roringer Heimatverein, 1993 von 26 Roringern gegründet, hatte sich zunächst für die Erhaltung des Backhauses eingesetzt und wollte es dann wieder aufbauen; das scheiterte, wie der Vorsitzende 1998 schrieb, bisher an der Standortfrage.

Quellen

  1. Siegfried Ritzkowski: Thie-Bote Nr. 3, Mai 2006 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 160)
  2. Eberhard Rohse: Kartoffelstein Nr. 105, Herbst 2011, Beitrag „Das Pfarrhaus zu Roringen“ (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 70)
  3. Kartoffelstein Nr. 109, Herbst 2012 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 148)
  4. Kartoffelstein Nr. 116, Sommer 2014 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 146)
  5. Kartoffelstein Nr. 40, Herbst 1995, Beitrag „Das alte Backhaus in Roringen“ (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 38)
  6. Werner Massow: Thie-Bote Nr. 1, März 1998 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 157)
  7. Infotafel des Dorferlebnispfads des Roringer Heimatvereins, Tafel der Station „Pfarrscheune, Quelle und Backhaus“

Wissensbestand des Roringer Heimatvereins

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