Kindergarten und Spielkreis in Roringen
Vom Spielkreis der Gemeinde 1970 über den Verein Max und Moritz von 1973 in der alten Schule bis zum Kindergarten auf der Hellen Wiese, der Anfang 1993 seinen Betrieb aufnahm.
Die Gemeinde richtete 1970 einen Kinderspielkreis ein. Das Mitteilungsblatt „Der Monat in Roringen“ kündigte im September 1970 für die Vier- und Fünfjährigen einen Spielkreis ab Oktober an, zunächst einmal wöchentlich. Im November 1970 war die Beteiligung so groß, dass die Gruppe nach Jahrgängen geteilt wurde: mittwochs ab 14.30 Uhr die Vierjährigen, ab 15.45 Uhr die Fünf- bis Sechsjährigen. Im Mai 1971 ergab eine Umfrage, dass ein Vorschulkindergarten notwendig und wünschenswert sei.
Am 2. Mai 1973 begann der Kinderspielkreis „Max und Moritz e. V.“ seinen Betrieb. Eine der Gründerinnen schrieb 1988 im Kartoffelstein, es habe Neubaugebiete mit vielen jungen Familien gegeben, der nächste Kindergarten in Herberhausen habe lange Wartelisten gehabt, und das Jugendamt der Stadt habe mitgeteilt, in Roringen werde vorerst kein Kindergarten gebaut. Sieben Mitglieder gründeten den Verein, die öffentliche Gründungsversammlung bei Hippe brachte weitere Mitglieder und 20 Anmeldungen. Pastor Schiller sagte den alten Schulraum am Opferbach zu, die Möbel kamen großenteils aus dem Kindergarten Herberhausen, und die Mütter halfen nach Dienstplan mit. Nach 15 Jahren hieß es, das gewollte Provisorium habe seine Notwendigkeit bewiesen; die Stadt habe ihr Versprechen, einen Kindergarten zu bauen, bis dahin nicht gehalten.
Im Sommer 1991 setzte sich der Kirchenvorstand für eine neue Kindertagesstätte mit Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss ein, die alle Vereine und der Ortsrat befürworteten; im Herbst sollten die ersten Baumaßnahmen beginnen. Das Dorffest rund um die Kirche brachte 6057,75 DM für die Ausstattung der Gemeinschaftsräume. Am 15. April 1992 sollte über dem Neubau auf der „Hellen Wiese“ der Richtkranz wehen. Bauherrin war die Stadt Göttingen, die die Trägerschaft vertraglich der Kirchengemeinde übertrug. Im Dezember 1992 war der Bau vollendet, für den 6. Dezember war ein Tag der offenen Tür angekündigt, und der Betrieb sollte Anfang Januar 1993 beginnen. Der Spielkreis Max und Moritz beendete seine Arbeit mit der Weihnachtsfeier zum Jahresende 1992. Die Räume der alten Schule nutzten danach eine Krabbelgruppe und die Kirchengemeinde.
Weil weniger Kinder geboren wurden, waren im Juli 1997 noch 49 Plätze belegt, im August nur noch 27. Der Träger senkte auf Anraten der Stadt Göttingen die Betriebserlaubnis von 50 auf 35 Plätze, und eine Stelle wurde gestrichen. Ein Buchkapitel von 2009 nennt den Kindergarten der Kirchengemeinde mit 35 Plätzen.
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