Natur und Landschaft
Roringen liegt auf Muschelkalk, der Boden ist steinig und mager. Das Bratental ist ein Trockental, das den Ort von Osten bogenförmig nördlich umläuft, ein Nebental des Luttertals. Für Kirchturm, Kirchhofsmauer und Warte wurde Kalkstein aus Steinbrüchen der Umgebung gebrochen, vom Drakenberg, vielleicht auch vom Menzelberg und aus dem Bratental. Der Drakenberg ist eine kleine Hochfläche im Südosten des Ortes, der Menzelberg erreicht 353,9 Meter über Normalnull. Mit Ausnahme der Ortslage liegt die gesamte Gemarkung in dem 1992 ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet.
Pflanzen und Tiere sind auch im Dorf selbst zu finden. Auf der Kirchhofsmauer wachsen drei Farne der Roten Liste Niedersachsens, wie eine Bestandsaufnahme vom 13. Oktober 1997 zeigte, bei der Roringer Warte bedeckt Immergrün den Boden, wie Eberhard Rohse beschrieben hat, und im Kirchturm gibt es seit 2004/05 wieder einen Nistkasten für Turmfalken. Der Kartoffelstein auf dem Hasenknüll bei Herberhausen ist als Naturdenkmal Nr. 40 geschützt. Die Angaben stammen aus den Texten von Siegfried Ritzkowski im Thie-Boten und aus den Beiträgen von Eberhard Rohse im Kartoffelstein.
Dazu gibt es
Wandern im BratentalDer Wanderführer von Jutta Ronnenberg zum 17. Göttinger Wandertag: von der Knochenmühle durchs Bratental, mit Kartoffelstein, Warte und E …
Naturschutzgebiet BratentalNaturschutzgebiet Bratental, zugleich Teil des FFH-Gebiets 138 „Göttinger Wald“, direkt neben Roringen mit vielen Wanderwegen.
DrakenbergMuschelkalkberg südöstlich von Roringen, gut 360 Meter hoch, mit alten Steinbrüchen und dem Waldgottesdienst unter den Linden.
MenzelbergRund 354 Meter hoher Berg über dem Dorf. Sein Name erinnert nach Eberhard Rohse an den Mainzer Berg, an Besitz des Erzbistums Mainz.
WassertreppeHier tritt der Bach aus der Verrohrung unter dem Kohlhofsweg und fällt über Betonstufen in den offenen Roringer Talgraben. Im Ort heißt d …- BärwinkelswarteDie Roringer Warte – ein markanter Wartturm aus dem frühen 15. Jahrhundert – wurde früher häufig bei ihrem Namen „Bärwinkelswarte“ genann …
Bank - Blick ins BratentalEine Bank mit Blick ins Bratental, vom Roringer Heimatverein gespendet und vom Bauhof der Stadt Göttingen aufgestellt.- FeuerwehrteichDer Feuerlöschteich im unteren Pfarrgarten, vom Opferbach gespeist, ist seit 1883/84 belegt. Die Kinder des Dorfes badeten darin.
KirchmauerDie 1422 erbaute Kalksteinmauer um den Kirchhof war Zuflucht in Notzeiten und ist heute Lebensraum seltener Farne.
MeyergasseDie Meyergasse ist ein Bachlauf, keine Gasse: „-gasse“ geht auf mittelniederdeutsch gote zurück, die Rinne, die Gosse.- Kartoffelkrankheit und große Not1845 bis 1852Die Kartoffelkrankheit trifft ab 1845 auch Roringen. Mehrjährige Missernten führen zu großer Not, bis 1852 eine reiche Ernte folgt.
- Der Kartoffelstein am Hasenknüll18521852 lässt Pastor Böker auf dem Hasenknüll den Kartoffelstein errichten, als Dank für die reiche Ernte nach den Hungerjahren.
Quellen
- Thie-Bote Nr. 1, März 1998 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 157)
- Thie-Bote Nr. 3, Mai 2006 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 160)
- Eberhard Rohse: Kartoffelstein Nr. 116, Sommer 2014, Beitrag „Roringer Warte, Berwinkelswarte, von Bären und Immergrün“ (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 146)
- Egon Günther, Siegfried Ritzkowski: Der Kartoffelstein, Steine am Wege 2, 2002 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 251)
- Kartoffelstein Nr. 77, Herbst 2004 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 98)
- Dorferneuerungsplan Roringen, 1994/95 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 224)
Wissensbestand des Roringer Heimatvereins