Der Kartoffelstein am Hasenknüll
1852 lässt Pastor Friedrich Wilhelm Böker auf dem Hasenknüll nördlich von Herberhausen den Kartoffelstein errichten, als Dank für die reiche Kartoffelernte nach den Hungerjahren. Die Kirchengemeinde Herberhausen trägt das Denkmal. Der erste Stein besteht aus Sandstein von Grabsteinen des Roringer Kirchhofs.
Eberhard Rohse bestätigt 1852; auch die Inschrift am Denkmal nennt das Jahr. Die Zahl 1847 in einer Pastorenliste verwechselt Bökers Amtsantritt mit dem Bau. Am 7. Juni 1937 trifft ein Blitz den Stein, 1966 wird er durch einen neuen aus Muschelkalk ersetzt. Der Name Ebenezer auf dem Stein meint den „Stein der Hilfe“. Nach dem Denkmal heißt der Gemeindebrief der Kirchengemeinden Roringen und Herberhausen Kartoffelstein.
Quellen
- Eberhard Rohse: Kartoffelstein Nr. 100, Sommer 2010, S. 6 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 65)
- Egon Günther, Siegfried Ritzkowski: Der Kartoffelstein, Steine am Wege 2, 2002 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 251)
- Kartoffelstein Nr. 5, Ostern 1986 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 28)
- Kartoffelstein Nr. 105, Herbst 2011 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 70)
Wissensbestand des Roringer Heimatvereins