Schindanger
Schindekuhle steht unter den Roringer Flurnamen, die das Güterverzeichnis der Kirchengemeinden Roringen und Herberhausen von 1798 aufführt. Pastor Johann Heinrich Hoffmann hatte es für die Kirchengemeinden erstellt; es verzeichnet auch den Grundbesitz von Kirche, Pfarre und Schule. Egon Günther schrieb 1992 im Kartoffelstein über diese Namen. Er ordnete die Schindekuhle zu den Bezeichnungen, die auf die ursprüngliche Nutzung der Fläche hinweisen, wie Kleeweg, Wolfskuhle und Hopfenberg.
Das Verzeichnis gliedert die Feldmark in drei Bereiche und führt zahlreiche Flurnamen auf, darunter Himmelreich, Galgenbusch, Hundeköpfe und Wolfskuhle. Ein Schinder oder Abdecker beseitigte verendete Tiere, eine Kuhle ist eine Grube. Gemeint ist also ein Platz, an dem Tierkadaver vergraben wurden. Eine Flurkarte von 1747 führt die Flur nach der bisherigen Seite als „Schinde Kuhle“. Berichte über den Platz selbst, etwa wann er benutzt wurde, gibt der Wissensbestand nicht.
Quellen
- Egon Günther: Kartoffelstein Nr. 29, Sommer 1992, Beitrag „Über Roringer Flurnamen“ (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 36)
- Flurkarte von 1747, nach der bisherigen Seite, hier nicht erneut geprüft
- Infotafel des Dorferlebnispfads des Roringer Heimatvereins, Tafel der Station „Schindanger“
- Mitteilung von Roringer Heimatverein, Vorstand, 05.10.2026: Lage bestätigt
Wissensbestand des Roringer Heimatvereins