Pfarrhaus
Das Pfarrhaus ist ein Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach an der Ecke Lange Straße und Opferbach, daneben steht die Pfarrscheune.
- Erbaut
- 1739/40
- Denkmalschutz
- Gruppendenkmal mit der Pfarrscheune
- Bewohnt von
- bisher 17 Pastorengenerationen (Stand 2011)
Ein Haus mit Geschichte
Das Pfarrhaus entstand 1739/40 in der Amtszeit von Pastor Johann Christoph Kleine. Nach Eberhard Rohse gehört es zu den schönsten und ältesten erhaltenen Fachwerkhäusern Roringens und ist älter als der Neubau der Kirche von 1747. Das Güterverzeichnis von 1798 beschreibt es: vier Stuben, fünf Kammern, eine Küche, ein Keller und Fruchtboden mit Rauchkammer. Das Wohnhaus und ein Teil der Scheune kosteten die Gemeinde über 1000 Reichstaler. Auf dem Hof stand ein tragbarer Walnussbaum.
Rohse zählte 2011 die 17. Pastorengeneration, die das Haus mit Leben füllt. Unter den Bewohnern nennt er Johann Heinrich Hoffmann, der 1798 das Güterverzeichnis verfasste, Georg Justus Dorsch, der 1846 die Orgel einweihte, Friedrich Wilhelm Böker, der später den Kartoffelstein errichten ließ, und Hans Harald Harms, der 1943 bis 1950 in Roringen amtierte und später Bischof der Oldenburgischen Landeskirche wurde. Nach Leerstand sowie Frost- und Wasserschaden wurde das Haus 2011 renoviert, als eine neue Pastorin mit ihrer Familie einzog.
Pfarrhaus und Pfarrscheune stehen als Gruppendenkmal unter Denkmalschutz. Das ehemalige Backhaus ist zerfallen und abgerissen.
Quellen
- Eberhard Rohse: Kartoffelstein Nr. 105, Herbst 2011, Beitrag „Das Pfarrhaus zu Roringen, historisch betrachtet“ (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 70)
- Siegfried Ritzkowski: Thie-Bote Nr. 3, Mai 2006 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 160)
- Dorfmonitor Roringen
- Mitteilung von Roringer Heimatverein, Vorstand, 05.10.2026
Wissensbestand des Roringer Heimatvereins