Zum Inhalt springen
RoringerHeimatverein
Suche

Anzeige

Farbe
Schriftgröße
Bewegung und Sprache
Karte

Die Seite lädt dann neu. Ohne Karte sparst du Daten und Akku.

Die Karte zeigt dann Winterfarben und Schnee auf den Dächern. Das ist ein Bild, kein Wetterbericht: Ohne diesen Schalter zeigt die Karte nie Schnee.

Auf der Startseite beginnt am Computer nach 90 Sekunden ohne Eingabe der Film über Roringen. Am Handy startet er nie von selbst. Mit „Weniger Bewegung“ gibt es keinen Film, nur eine ruhige Bildfolge.

Lokal gespeichert. Kein Cookie.

Ort

St. Martin

St. Martins-Kirche (Mai 2005)
St. Martins-Kirche (Mai 2005)Foto: 2005 · Dorfmonitor Roringen

Evangelisch-lutherische Kirche St. Martin. Westturm mit steilem Zeltdach, Schiff aus hellem Bruchstein mit hohen Rundbogenfenstern, Dach aus Tonziegeln.

Turm
Ende des 12. Jahrhunderts nach Eberhard Rohse
Kirche erstmals erwähnt
1254
Name St. Martin erstmals genannt
10. Mai 1416
Kirchenschiff
1747, Neubau
Brand
7. November 1999
Wiedereinweihung
13. Mai 2001
Neue Orgel
25. Mai 2003

Ältestes Bauwerk des Dorfes

Der Westturm ist das älteste Bauwerk Roringens. Eberhard Rohse setzt ihn auf etwa das Ende des 12. Jahrhunderts, Siegfried Ritzkowski und Margrit Rosenplänter hielten Teile des Turms für etwas jünger, aus dem 13. Jahrhundert. Zum ersten Mal erwähnt wird die Kirche 1254, als Herzog Albrecht von Braunschweig seine Rechte an ihr mit dem Kloster Pöhlde gegen das Patronat von St. Albani in Göttingen tauschte. Den Namen St. Martin nennt erst eine Urkunde vom 10. Mai 1416, auf Plattdeutsch „sinte Martens“. Rohse sieht in ihr eine Tochterkirche der Sendkirche in Geismar, die zum Erzbistum Mainz gehörte; der Name erinnert an Martin von Tours, den Schutzpatron des Mainzer Doms.

Das Kirchenschiff ist jünger: Die kleine, baufällige mittelalterliche Kirche wurde abgebrochen, 1747 entstand das heutige Schiff, wie die lateinische Inschrift am Kanzelaltar festhält: „im Monat Oktober“ von neuem erbaut. Kurfürst Georg August II., zugleich König von Großbritannien, förderte den Bau als Patron. Beim Neubau verwendete man auch Steine der Kirchhofsmauer.

Am 7. November 1999 brannte die Kirche. Die Orgel von 1846, die Pastor Dorsch eingeweiht und die 1971 restauriert worden war, wurde völlig zerstört. Am 13. Mai 2001 wurde die Kirche in einem festlichen Gottesdienst wieder eingeweiht. Am 25. Mai 2003 folgte die neue Hillebrand-Orgel; damit begann die Reihe Musik in der Roringer Kirche. In den Turm zogen nach dem Brand zunächst keine Turmfalken mehr ein. 2004, zum Jubiläum der Ersterwähnung, schenkte der Heimatverein einen Nistkasten, der am 6. Mai 2004 im Nordfenster des Turms angebracht wurde, und der Falke kehrte wieder.

Quellen

  1. Eberhard Rohse: Kartoffelstein Nr. 149, Herbst 2022 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 94)
  2. Eberhard Rohse: Kartoffelstein Nr. 132, Sommer 2018 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 75)
  3. Eberhard Rohse: Kartoffelstein Nr. 86, Winter 2006, Beitrag „1747 bis 2007: 260 Jahre St. Martinskirche in heutiger Gestalt“ (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 131)
  4. Roringen und Omborn, wissenschaftliche Arbeit zu den Göttinger Stadtdörfern, Kapitel II.2 und II.3 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 235)
  5. Siegfried Ritzkowski, Margrit Rosenplänter: Roringen, Dorf mit Initiative(n), Buchkapitel, Seite 94 bis 95, 2009 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 222)
  6. Siegfried Ritzkowski: Thie-Bote Nr. 3, Mai 2006 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 160)
  7. Siegfried Ritzkowski: Kartoffelstein Nr. 57, Weihnachten 1999 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 86)
  8. Kartoffelstein Nr. 72, Sommer 2003 (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 89)
  9. OpenStreetMap-Mitwirkende (Sankt Martin)
  10. Dorfmonitor Roringen, Bodenfotos

Wissensbestand des Roringer Heimatvereins

Karte öffnen