Ehemaliges Pumpenhaus im Bratental
Am Rand des Bratentals, zwischen Obstbäumen und Hecken, steht ein kleines Häuschen mit flachem Dach, einer weißen Tür und einem Zaun drumherum. Im Dorf heißt es das Pumpenhaus.
Lange holte jedes Anwesen sein Wasser aus dem eigenen Brunnen. Der Arbeitskreis zur Dorferneuerung zählte vierzig solcher Brunnen im Dorf. Das endete, als 1957/58 ein Brunnen im Bratental gebohrt, das Wasserhaus am Drakenberg gebaut und 1959 die Haushalte an die Wasserleitung angeschlossen wurden, so steht es im Dorferneuerungsplan von 1994/95. Auch Siegfried Ritzkowski nennt im Thie-Boten den Bau der zentralen Wasser- und Schmutzwasserleitungen 1957/58. Das Häuschen dürfte zu diesem Brunnen gehören; ein Beleg, der beides ausdrücklich verbindet, fehlt uns noch.
Getragen wurde die Versorgung später vom Wasserbeschaffungsverband Roringen-Nikolausberg, der 1971 ein eigenes Wasserwerk betrieb. Mit der Eingliederung Roringens in die Stadt Göttingen wurde der Verband aufgelöst. 2023 wurde eine behelfsmäßige Straße zum Brunnenhäuschen angelegt, um Prüfungen durchzuführen.
Quellen
- Mitteilung von Mitglied des Heimatvereins, 18.10.2026: Meldung über die Karte: ehemaliges Pumpenhäuschen an dieser Stelle
- Michael Massow: Roringer Pumpenhaus (Dorfmonitor Roringen, Foto Michael Massow, März 2023), abgerufen am 18.10.2026
- Arbeitsgemeinschaft Dorferneuerung mit dem Arbeitskreis Roringen: Dorferneuerungsplan Roringen, 1994/95, Abschnitt „Brunnen und Quellen in Roringen“ (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 224)
- Siegfried Ritzkowski: Thie-Bote Nr. 4, September 2012, Beitrag zum Brunnen an der Kirchhofsmauer (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 158)
- Der Monat in Roringen Nr. 26, Juni 1971, Wasserwerk des Wasserbeschaffungsverbandes Roringen-Nikolausberg (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 193)
- Der Monat in Roringen Nr. 44, Dezember 1972, Eingliederungsvertrag, § 3 Zweck- und Wasserverbände (Archiv des Roringer Heimatvereins, Nr. 204)
Wissensbestand des Roringer Heimatvereins