Durchgang Roringer Heimatverein Notizen

Geschichte

In diesem Video liest Margrit Rosenplänter eine kurze Ortsgeschichte vor. Sie reicht von der Entstehung des Dorfes um 500 nach Christus über die Ersterwähnung 1162, die Herren von Roringen und den Verkauf an die Stadt Göttingen 1380 bis zur Eingemeindung 1973 und zu den Einwohnerzahlen bis 1999. Am Ende steht die Deutung des Namens als Siedlung beim Schilf. Der Text stimmt im Kern mit dem Wissensbestand des Roringer Heimatvereins überein. Bei einzelnen Angaben ist der Wissensbestand genauer: Roringen gehörte nicht erst ab 1582, sondern schon seit dem Kaufbrief von 1380 der Stadt Göttingen.

Dieses Video erzählt Roringen als „Dorf auf der Höhe“ und Durchgangsstation zum Harz. Margrit Rosenplänter liest einen älteren Text vor, woher er stammt, sagt das Video nicht. Es geht um die möglichen Gründe der ersten Siedler, sich auf der Höhe niederzulassen, um die Roringer Warte als Teil der Göttinger Landwehr, um die Zeit als Stadtdorf, um den Ritter Johann von Roringen und den Reiter Arnd von Roringen in städtischen Diensten sowie um den Roringer Förster Bornemann, der im Februar 1632 ein Schreiben in die besetzte Stadt brachte. Der Wissensbestand des Roringer Heimatvereins bestätigt Arnds Dienstvertrag (1368) und die Stadtdorfgeschichte. Das im Video genannte Jahr 1367 für den Verkauf an die Stadt gilt dort als ungenau, belegt ist der Kaufbrief vom 19. Juni 1380. Die Warte ist hier nur ein Thema unter mehreren, deshalb steht das Video bei der Geschichte und nicht bei der Warte.

Die Geschichte Roringens ist gut überliefert, weil der Heimatverein, zwei Gemeindebriefe und mehrere Chronisten sie über Jahrzehnte aufgeschrieben haben. Roringen wird 1162 erstmals in einer päpstlichen Urkunde genannt, die Kirche 1254. Etwa von 1170 bis 1520 erscheinen die Herren von Roringen in Urkunden, mit Bertolf von Roringen erlischt das Geschlecht. 1380 kauft die Stadt Göttingen das Dorf, danach entsteht die Landwehr mit der Roringer Warte. Mehr als 450 Jahre ist Roringen ein Stadtdorf, bis die Dienste und Abgaben um 1848 abgelöst werden.

Der Dreißigjährige Krieg hinterlässt Spuren an der Kirchhofsmauer, die Hungerjahre des 19. Jahrhunderts führen zum Kartoffelstein, die Herzberger Chaussee verändert die Wege. Nach dem Zweiten Weltkrieg wächst das Dorf, 1959 kommt die zentrale Wasserleitung, 1973 die Eingemeindung nach Göttingen, 1993 gründet sich der Heimatverein. Die ganze Folge steht in der Chronik, jeder Eintrag mit Quelle.

Nicht alles ist sicher. Wo sich Quellen widersprechen, etwa beim Jahr der ersten Erwähnung oder beim Höchststand der Einwohnerzahl, nennen die Einträge beide Lesarten. Die Angaben stammen aus dem Wissensbestand des Roringer Heimatvereins, vor allem aus dem Thie-Boten, dem Gemeindebrief Kartoffelstein und dem Dorferneuerungsplan von 1994/95.

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