Festes Haus der Herren von Roringen
Eduard Burdorf, von 1848 bis 1888 Lehrer in Roringen, schrieb, die Herren von Roringen hätten keine Burg besessen, sondern ein festes Haus am äußersten Ende des Drakenbergs bewohnt, gleich über dem jetzigen Pfarrhaus. Unmittelbar daran habe sich die Kirche mit dem Begräbnisplatz angeschlossen. Schutthaufen zeigten noch, wo beides gestanden habe, ein Fundament sei gefunden, Gräber seien freigelegt worden, und beim Bau der Chaussee habe man in einem gewölbeartigen Raum ein Massengrab entdeckt.
Siegfried Ritzkowski hielt diese Ortsangaben für nicht eindeutig und verstand darunter das Nordende des steilen Stufenhangs des Drakenbergs. Diese Bergnase wurde 1937 für die B 27 abgetragen, siehe Alter Straßenverlauf. Den gewölbeartigen Raum konnte er etwas einengen: Wo die alte Chaussee der Steilstufe so nahe kam, dass man beim Planieren auf eine Höhlung und auf Gräber stoßen konnte, kommt er auf den Bereich des oberen Opferbachs an der Langen Straße südlich der Pfarre. Dort liegt der Punkt auf der Karte.
Ob es das feste Haus gab, lässt sich nach Ritzkowski nicht sicher klären. Belegt sind ein Sedelhof der Roringer im Jahr 1410 und 1442 ein Besitz mit vier Hufen freiem Land und einem freien Hof.