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Meyergasse

Die Meyergasse ist ein Bachlauf im Großen Hof, kein Gässchen. Eberhard Rohse weist im Kartoffelstein darauf hin, dass „-gasse“ hier auf mittelniederdeutsch gote zurückgeht, die Rinne, aus der unser Wort Gosse kommt. Was wie der Name einer Gasse klingt, meint also das fließende Wasser. Rohse zählt den Namen zu den Flur- und Straßennamen, die in Quellen und Bachläufen in Roringen bis heute vom Wasser erzählen.

Gespeist wird der Lauf nach dem Dorferneuerungsplan von einer Quelle, die ihr Wasser aus einer Drainage bezieht, die nach dem Ersten Weltkrieg angelegt wurde. Sie lieferte im Sommer etwa 20, nach der Schneeschmelze etwa 50 Liter in der Minute. Nur wenige Roringer holten früher ihr Wasser dort, aus dem Pfarrgarten oder aus den Gemeindebrunnen; die meisten hatten einen eigenen Brunnen, siehe Brunnen im Großen Hof.

1995 sorgte der Plan für Aufregung, den Weg mit Schranken zu versperren. Im zweiten Heimatabend des Heimatvereins hieß es in Versen, CDU und SPD seien sich darin ausnahmsweise einig gewesen, dass das nicht geht. Die Dorferneuerung 1994/95 sah einen Fußweg vom Pfarrgarten über das Dorfgemeinschaftshaus zur Meyergasse vor. Der Thie-Bote meldete 2001, die Neugestaltung der Meyergasse stehe noch aus; der Heimatverein wolle sie zusammen mit dem Thieplatz angehen. Ein Entwurf des Ortsentwicklungskonzepts von 2013 empfahl, die Bachläufe in Pfarrgarten und Meyergasse zu erhalten.

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