Langestraße 23
Langestraße 23 ist ein Beispiel für den Hoftyp, der das Altdorf prägte: den Streckhof, bei dem Wohnbereich, Stall und Scheune unter einem Dach liegen. Siegfried Ritzkowski beschrieb den Hof im Thie-Boten anhand eines Fotos vom April 2007 und verglich es mit dem späteren Zustand.
Das Bild des Grundstücks Langestraße 23 stammt vom April 2007. Wohnbereich, Stall und Scheune liegen unter einem Dach, das traufständig zur Langestraße steht. Es ist ein für die Region und für Roringen typisches Wohnwirtschaftsgebäude, ein sog. Streckhof. Quer dazu steht, giebelständig, ein kleines Wirtschaftsgebäude. Das Untergeschoss besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen: im rechten Teil bilden behauene Kalksteine das Mauerwerk, im linken Teil ist die sichtbare Wand aus Backsteinen erstellt. An der Giebelseite ist eine Wand aus großen Kalksteinen zu erkennen. Der Giebel ist mit rotem Wellblech behängt. Eine Holztreppe führt in ein oberes Stockwerk, dessen Hofseite aus Latten besteht. Das Satteldach ist mit naturroten Hohlziegeln gedeckt. Der Hof ist mit Feldsteinen gepflastert. Ein Fahrweg führt zum großen Scheunentor.
Der Vergleich mit der heutigen Situation zeigt zahlreiche Unterschiede. Der Fahrweg führt an dem verbleibenden Wohn-Wirtschaftsgebäude vorbei. Das kleine Wirtschaftgebäude gibt es nicht mehr. An seiner Stelle steht ein Carport, der unter sein Dach die Bushaltestelle einbezieht. Das Haltestellenschild ist unverändert geblieben. Auch die Scheune mit dem großen Tor ist verschwunden. Dafür tritt das Fachwerk des Giebels der Westseite in Erscheinung. Es lässt erahnen, dass unter dem Behang des Hauses einmal ein schönes Fachwerk ans Tageslicht kommen und die Sonnen-Seite der Langestraße beleben wird.
Schon der Dorferneuerungsplan von 1994/95 sah für das Anwesen eine Pflanzung eines Hofbaums, die Restaurierung der Hofmauer mit unbefestigten Seitenbereichen und die Entfernung des Strommastes vor. Die erste Ausgabe des Roringer Berg-Biers war der Langen Straße gewidmet.